Getaktet, geregelt, ungeregelt, mechanisch, Akku, Akkuträger, Volt, Ohm, Watt, Ampere ??? Ich will doch blos dampfen!

 

Tja, das wollen wir im Grunde ja alle. Es gibt mitlerweile hunderte, wenn nicht gar tausende verschiedener Dampfgeräte, von 5,- Euro bis zu mehreren hundert. Ist ja schön das man eine so große Auswahl hat, aber wie soll man sich da nur entscheiden? Und dann stehen da immer so komische Sachen dabei, von denen man bislang noch nie etwas gehört hat. Was bedeutet das nu alles wieder, ist das wichtig, muß man das wissen?

Irgendwie war Rauchen einfacher....

 

Nun, alles genau wissen, verstehen, wissenschaftlich erklären können muß man nicht, um zu dampfen. Nur sollte man von einigen Dingen zumindest mal gehört haben, um überhaupt entscheiden zu können, welches Dampfgerät für einen selbst nun das richtige ist.

Dazu kommt noch, das sich Begriffe eingebürgert haben, die mehr verwirren als erklären.

 

Also gut, fangen wir an:

 

So eine E-Zigarette besteht grundsätzlich aus 2 Teilen, eins wo irgendwie Strom drin ist und eins, indem sich diese Flüssigkeit, also das Liquid befindet plus irgend einem Ding was aus Strom Wärme macht, damit das Liquid halt dampft - denn das ist ja das Ziel.

 

Letzteres heißt Verdampfer, was ja auch durchaus Sinn ergibt. Davon gibts auch ganz viele verschiedene, das ist aber ein mehrseitiges Thema für sich, lasse ich hier einfach mal weg.

 

Kommen wir also zu dem Stromding - und da gehts mit der Begrifflichkeit auch schon los.

Da gibts so Dinger die heißen zb eGo T, der dampfende Mensch nennt das dann Akku. Jetzt ist ein Akku aber eine wiederaufladbare Batterie, das kennt man ja zB aus seinem Handy. So ein eGo T Akku ist ja aber mehr. Da ist ein Gewinde dran, in das man so einen Verdampfer schrauben kann, ein kleiner Knopf der auch noch lustig leuchtet, naja, und wie eine aufladbare Batterie sieht das auch nicht aus. Trotzdem nennt man in Dampferkreisen so ein Teil Akku, fragt nicht warum, ich hab mir den Mist nicht ausgedacht.

Richtig verwirrend wird es nun, wenn man weiß, das in diesem eGo Ding ein Akku drin ist. Hä? Akku im Akku? Genau das ist das Problem...

Damit ich hier überhaupt selbst noch durchfinde, nenne ich ab jetzt so ein eGo Ding Akku und eine aufladbare Batterie einfach Batterie. Also ist in so einem eGo Akku eine Batterie. Alles klar?

 

Wie auch immer, diese Batterie ist in dem Akku fest drin, nicht gedacht um sie zu wechseln. Die Batterie ist aber das Verschleißteil, die kann man nicht unbegrenzt oft aufladen. das ist einfach mal so. Bei so einem Akku ist nun das ganze Gerät hin, da man die Batterie ja nicht wechseln kann. Darum braucht man auch immer zwei so Akkus, einer wird geladen, mit dem anderem gedampft. Irgendwie blöde, aber ist halt so.

 

Es gibt aber eine Alternative, das nennt sich dann Akkuträger. Das ist im Grunde das gleiche wie so ein Akku, nur das die Batterie eben nicht fest eingebaut, sondern austauschbar ist. Darum braucht man auch nur einen Akkuträger und 2 Batterien, ist die eine leer, einfach gegen eine geladene tauschen und weiter gehts. Hat so eine Batterie dann irgendwann endgültig das zeitliche gesegnet, muß man auch nicht den Akkuträger wegwerfen, sondern nur relativ günstige neue Batterien kaufen.

 

 

Gut das eine neue Seite anfängt, kann man die erste mal sacken lassen.

 

Kommen wir nun zu geregelt, ungeregelt, mechanisch, getaktet und regelbar:

 

Angefangen mit einem mechanischem, ungeregeltem und ungetaktetem (was übrigens alles das Gleiche meint)Akkuträger, Das ist ein Ding, das komplett ohne Elektronik auskommt. Also im Grunde nur eine Hülle für die Batterie, mit Gewinde für den Verdampfer und einem Knopf zum draufdrücken wenn es dampfen soll. Ja, tatsächlich, so einfach kann Dampfen sein, das funktioniert! Und mit eben genau diesen beschäftigt sich meine Internetseite, solche Teile könnt ihr hier kaufen.

Dabei gibt es nur eine Besonderheit:

Die von uns Dampfern verwendeten Batterien haben eine Nennspannung von 3,7Volt. Technisch bedingt ist es aber so, das die nur manchmal 3,7Volt haben, das hängt vom Ladezustand ab. Kommt so eine Batterie direkt aus dem Ladegerät und man misst die Spannung, stellt man fest das jetzt 4,1-4,2 Volt zur Verfügung stehen. Je mehr Strom ich aus der Batterie verbrauche, umso mehr sinkt diese Spannung. Nach ner Weile dampfen sinds dann 3,9Volt, irgendwann 3,5 usw. Jetzt ist es technisch bedingt so, das man die Batterie nicht bis auf 0Volt entladen kann, Kann man schon, nur bedeutet alles deutlich unter 3 Volt Batterie kaputt. Das nennt sich dann tiefenentladen, das Ding ist hin. Muß ich bei so einem mechanischen Akkuträger nu dauernd messen damit nichts kaputt geht? Ganz klar nein! Was man muß, ist die richtigen Batterien kaufen. Diese nennen sich dann Protected oder auch Geschützte Akkus. Da ist in der Batterie eine winzig kleine Elektronik drin, die den Strom einfach ausschaltet, wenn 3 Volt erreicht werden. Das sieht man nicht, darum muss man sich nicht kümmern, das ist da einfach drin und funktioniert - praktisch!

Abgesehen davon schützt das auch bei einem Kurzschluß, sollte mal was schief gehen.

 

Wer sich jetzt fragt, ob ich bei so einem mechanischem Akkuträger jetzt, je nach Ladezustand der Batterie, dauernd mit unterschiedlichen Voltzahlen dampfe - herzlichen Glückwunsch, mitgedacht, denn ganz genau so ist das. In der Theorie ein absolutes No-Go, sprechen doch immer alle von möglichst konstantem Strom als Ideal. In der Praxis jedoch sieht das folgendermaßen aus: Bei randvollem Akku dampft es ordentlich, fast ein bischen viel, aber geht noch gut. Dann kommt ganz lange "wunderbar" und erst kurz vor "Akku alle" wirds ein bischen wenig, aber durchaus noch dampfbar. Überhaupt kein Problem.

 

Nachteil: Man kann nichts einstellen.

Vorteil: Man muß auch garnichts einstellen.

 

 

Kommen wir zu den getakteten bzw geregelten Akkuträgern und Akkus, das wäre zB ein eGo T Akku (nicht zu verwechseln mit regelbaren, dazu später mehr):

In den Teilen ist nun eine Elektronik drin. Diese schützt zum einen die Batterie, hier sind also nicht zwingend diese protected Akkus nötig, gehen aber auch. Aber die Elektronik macht noch mehr. Die sorgt für eine konstante Spannung, egal wie voll der Akku ist. Das macht die Elektronik ganz einfach: Die orientiert sich an der Abschaltspannung, also wenn der Akku "leer" ist, sagen wir 3,2Volt. Und jetzt schneidet die einfach alles über 3,2Volt ab, egal ob so eine halbvolle Batterie nun 3,7Volt oder eine ganz volle 4,2Volt liefert.

Konstant ja, aber eben konstant wenig Volt. Es funktioniert, mit den passenden Verdampfern sogar recht ordentlich. Schraubt man auf so ein Ding jetzt aber einen anderen Verdampfer, zB die derzeit beliebte und weit verbreitete Vivi Nova, dann dampft das zwar, aber nicht gerade spektakulär. So ne Vivi kann das besser, dazu braucht sie aber mehr Volt und das ist ja jetzt begrenzt. Irgendwie blöde....

Und dann gibt es noch die regelbaren Akkus/Akkuträger.

Da ist jetzt noch mehr Elektronik drin. Und die kann folgendes:

Erstmal übernimmt die sämtliche Schutzfunktionen wie auch beim getakteten Akku/Akkuträger. Dann machen die auch, unabhängig vom Ladezustand der Batterie, eine konstante Spannung. Diese ist jetzt aber einstellbar. Und das verblüffende ist, das geht nicht nur nach unten, sondern auch nach oben.

Mal als Beispiel ein kleiner, regelbarer Akku, der eGo Twist:

Die eigentliche Batterie da drin (ist ja ein Akku, also so einfach nicht wechselbar) liefert genauso zwischen 3,2Volt und 4,2Volt. Die Elektronik macht daraus aber, unabhängig welche Spannung die Batterie gerade liefert, alles mögliche zwischen 3,2Volt und 4,8Volt. Das ganze dann konstant und mit einem kleinen Rädchen unten am Akku einstellbar. Schon praktisch.

Das gibt es natürlich auch als Akkuträger, zB den derzeit so beliebten Vamo. Der kann alles zwischen 3,0Volt und 6Volt. Den stellt man mittels Knöpfchen ein, den eingestellten Wert zeigt eine hübsche Anzeige an.

Wozu ist das nun gut?

Verschiedene Verdampfer brauchen unterschiedliche Spannung, je nach Bauart und elektrischem Widerstand. Macht also Sinn, wenn man die einstellen und so auf jeden Verdampfer optimieren kann..

 

Nachteile:

So regelbare sind im direktem Vergleich mit den getakteten oder gar mechanischen recht groß, muß ja nicht nur die Batterie sondern auch die Elektronik hineinpassen.

Dann, wo viel dran ist, kann auch viel kaputt gehen. Wohl gemerkt, KANN.

Und oft tut es das auch, die Foren sind voll von Hilfeersuchen. Knöpfchen verweigern ihren dienst, Anzeigen gehen kaputt, die gesamte Elektronik macht nicht mehr das, was sie soll usw. Natürlich kann so ein Wunderding auch problemlos funktionieren, aber so irgendwie für die Ewigkeit ist das alles nicht gemacht.

 

Ihr seht, alles hat Vor- und Nachteile.

Nun muß jeder für sich selbst entscheiden, was das Richtige ist bzw zu sein scheint. Wirkliche Tipps kann man da garnicht geben.

Der eine sucht etwas möglichst kleines für Unterwegs mit dem man lange und ordentlich dampfen kann, ein anderer möchte so viele Funktionen wie nur möglich.

Ich vergleiche das gerne mit Armbanduhren. Da gibts ja auch alles von der teils günstigen aber auch sündhaft teuren Uhr zum aufziehen, Uhren mit Zeigern aber einem batteriegetriebenem Uhrwerk aber auch diese digitalen Quarzdinger mit Licht, Stoppuhr, 5 Zeitzonen, Wecker und was weiß ich alles. Eins haben alle gemeinsam, wenn man draufschaut weiß man, wie spät es ist. Und genaugenommen sind sie ja auch dazu da.

 

Kann man jetzt mit so einen mechanischem Akkuträger vernünftig dampfen?

Selbstverständlich!

Nur eben nicht mit jedem Verdampfer, jeder Verdampferwicklung.

Aber vieles funktioniert - sogar sehr gut.

Nehmen wir als Beispiel wieder so eine Vivi Nova: Die dampft mit dem 1,8Ohm Köpfchen super, mit dem 2,4 Ohm auch (wenn man die mal durchmisst, stellt man fest das die ohnehin nicht so weit auseinander liegen wie die Zahlen vermuten lassen), das 2,8Ohm Köpfchen wirkt eher etwas müde.

 

Viele stellen ihre Verdampferwicklungen ja selbst her. Ob mal eben eine Vivi Nova neu wickeln oder echte Selbstwickelverdampfer. Jetzt wird es endgültig egal, optimal für so einen mechanischen Akkuträger gewickelt und das Teil dampft auf so einem einstellbarem Wunderding kein Stück besser.

Gut, manch Akkuträger hat als zusätzliche Funktion auch eine Widerstandsmessung eingebaut. Praktisch, dann kann man auf Knopfdruck kontrollieren, wieviel Ohm die Wicklung hat. Aber das kann man mit einen Multimeter auch.

Man kann das sogar mit einem mechanischen Akkuträger prüfen, der gibt nur keinen Zahlenwert an, sondern der signalisiert mit mehr oder weniger Dampf einen kleineren oder größeren Widerstand. Und darum gehts doch, und nicht um irgendwelche Werte.

 

Auch hier gilt wieder:

Der eine will alles in Zahlen ganz genau wissen und immer mal wieder kontrollieren, dem anderen reichts wenns vernünftig dampft. Dann gibt es Leute, die wollen mit hohen Spannungen dampfen. Das geht natürlich auch nur mit Geräten, die diese Leistung zur Verfügung stellen.

Manche brauchen auch eine Stoppuhr am Handgelenk, um auf den Armbanduhrenvergleich zurückzukommen.

 

Und so hat alles seine Daseinsberechtigung, bleibt die Qual der Wahl.